Es ist eine Zombiedebatte. Eine Handvoll „Experten“ interpretieren die Schadstoffgrenzen auf ihre ganz eigene Art und Weise. Doch sie sind eine sehr kleine Minderheit und ihre Interpretation ist mehr als fragwürdig und dient lediglich Großkonzernen und Wirtschaftsinteressen.

Dazu Daniel Kerekes, Kreisprecher der Essener Linken: „Bei der gerade von interessierter Seite angestoßenen Grenzwertdiskussion handelt es sich um eine Zombiedebatte. Während die große Mehrheit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Richtigkeit und Angemessenheit der seit Jahren geltenden und gesetzlich festgeschriebenen Grenzwerte festhält, schafft es eine kleine Gruppe mit einer bizarren Position in die Schlagzeilen. Das ist rückwärtsgewandt und führt zu keiner Lösung der Probleme.“

Dass die Politik – von Bundesverkehrsminister Scheuer bis zu Oberbürgermeister Kufen – begeistert auf die Minderheitsposition reagiere, sei ein Armutszeugnis besonderer Art. Aber das „kenne man schon von der Klimadebatte“, in der es auch immer wieder Auffassungen in die Schlagzeilen schaffen würden, in der die Interessen der Menschen zugunsten der Industrie hinten angestellt würden, so die Linke. Daran störe sich der Klimawandel aber offensichtlich nicht.

Dabei gehe es gar nicht „nur“ um Grenzwerte, sondern um eine ernst gemeinte Verkehrswende. Dass diese mit höheren Bahnpreisen, wie gerade erst vom zuständigen Staatssekretär vorgeschlagen, nicht zu haben ist, dürfte unstrittig sein. Es geht um die Neuordnung unserer Städte, es gehe um nichts weniger als um eine lebenswerte Stadt.

Kerekes weiter: „Was ist die Alternative zu einer Verkehrswende? Ein weiter so wie bisher? Das Verschieben von Grenzwerten, damit sich nichts ändert? Das kann nicht ernst gemeint sein. Denn das ist doch nur allzu offensichtlich: Wo immer auch ein Grenzwert nun genau liegt, wir müssen an der Verkehrswende arbeiten. Es ist nur fair, allen Beteiligten dies in aller Deutlichkeit zu sagen. Nur so entsteht Planungssicherheit. Wer heute die Verkehrspolitik von gestern für morgen fortsetzen will, vergeht sich an denen, die heute noch nicht mitreden können. Schluss mit der Zombiedebatte! Wir brauchen Konzepte für die Mobilität von morgen.“

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