Über 2,4 Millionen Beschäftigten wird der gesetzliche Mindestlohn verweigert. Mindestlohnbetrug ist kein Bagatelldelikt, sondern Wirtschaftskriminalität. Nun hat der Bundestagsabgeordnete Victor Perli unter mindestlohnbetrug.de ein Meldeportal Online gestellt, an das sich Menschen wenden können, um solche Vorfälle zu melden. Die Essener Linke begrüßt das Portal. „2020 wurden über 100.000 Strafverfahren nach Mindestlohnkontrollen eingeleitet. Ein unhaltbarer Zustand“, so Die Linke Essen Kreissprecherin Lea Guse.

„Der Mindestlohn ist das mindeste, was Beschäftigten in Deutschland zusteht. Es ist schlichtweg kriminell, wenn Unternehmen diesen Unterlaufen. Und die Zahl der Fälle zeigt, dass es sich um ein weiterverbreitetes Phänomen handelt. Für Essen brauchen wir eine verstärkte Mobile Beratung für Betroffene, wie sie z.B. die Gewerkschaften anbieten.“

Die Linke Essen Kreissprecher Daniel Kerekeš ergänzt:

„Wir brauchen deutlich bessere Personalausstattung mit qualifiziertem und kontinuierlich fortgebildetem Personal der Aufsichts- und Kontrollbehörden, auch in Essen und dem Ruhrgebiet. Wir schließen uns der Forderung des DGB an, 10.000 neue Stellen zur Kontrolle des Mindestlohns zu schaffen und den Mindestlohn anzuheben.“

Die Linke war die erste große Organisation und Partei, welche den Mindestlohn bereits in den 1990ern forderte.

„Diese kriminellen Strukturen müssen trocken gelegt werden“, so Kerekeš abschließend.

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DIE LINKE. Essen

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