09Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Essener CDU, Dirk Kalweit, meint man müsse in Essen jetzt Burkinis verbieten. Kalweit geht sogar noch weiter und behauptet, Kopftuch und Burkinis seien Zeichen des „politischen Islam“. DIE LINKE lehnt diese rassistischen Äußerungen ab. Dazu die Kreissprecherin der Essener Linken, Marion Wegscheider:

„Das ist übelster AfD-Sprech. Was soll als nächstes kommen? Will man etwa auch die Kippa verbieten, oder Kreuzanhänger und Priesterkragen? Derartige Äußerungen sind nichts weiter als der Versuch, unsere Gesellschaft entlang rassistischer Trennlinien zu spalten, um von wirklichen Problemen abzulenken.“

Die Essener LINKE hält Kalweit für ungeeignet als Mitglied des Essener Integrationsrates. Auch der Behauptung der Islamisierung widerspricht die Partei scharf. Wegscheider weiter:

„Jede statistische Prognose zeigt, dass die überwältigende Mehrheit Deutschlands in Zukunft keiner großen Religion angehören wird. Wenn überhaupt, dann wird Deutschland Atheisiert. Die CDU möchte ganz offensichtlich mit einem Thema, das angesichts der Religionsfreiheit eigentlich kein Thema ist, von den echten Problemen in Essen ablenken: dem Mangel an günstigen Wohnungen, Schulen die auseinanderfallen, Arbeitslosigkeit usw. Kurzum: Man möchte vom Versagen der CDU sowohl in der Integrations- als auch in der Sozialpolitik ablenken.“

DIE LINKE verweist darauf, dass niemand einer Frau vorschreiben dürfe, was sie anzuziehen hat, und in Deutschland das Grundgesetz gelte, wo es in Artikel 4 heißt:

„Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“

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DIE LINKE. Essen

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