Essen, 03.02.2026 – Wie viele wahrscheinlich noch nicht gehört haben, wird es am 06.02.2026 im Mitelmeerraum zu einem Generalstreik kommen. Dazu hatte zunächst Gewerkschaft Unione Sindacale di Base (USB) aus Italien aufgerufen, die im Sommer und Herbst 2025 bereits Antikriegsstreiks durchgeführt hat.

Im letzten Jahr kam es zu Generalstreiks in Italien und Portugal, die medial extrem wenig Aufmerksamkeit erfahren haben. Die Gründe liegen auf der Hand – Protest wirkt!“ , sagt Néné Gadjigo, für Die Linke im Ausschuss für Chancengleichheit und Integration der Stadt Essen. „Deshalb wollen wir auf den kommenden Streik im Mittelmeer aufmerksam machen.“

Genua als Initiator des internationalen Streiktages

Bereits im Januar 2026 fand in Genua eine nationale Versammlung statt, um für den internationalen Streik zu mobilisieren. Mehrere Gewerkschaften unterzeichneten eine entsprechende Erklärung, die den Titel „Hafenarbeiter und Hafenbeschäftigte arbeiten nicht für den Krieg“ trägt.

In diesem Dokument bekräftigten die Unterzeichnenden ihr Engagement für zentrale Forderungen, wie die Beendigung des Völkermords an den Palästinensern durch Israel – mit ausdrücklicher Unterstützung der Vereinigten Staaten, der NATO und der Europäischen Union (EU) –, die Öffnung stabiler humanitärer Korridore, die Ablehnung des Wiederaufrüstungsplans der EU und die Forderung, europäische und mediterrane Häfen zu Orten des Friedens zu machen.

In einer Pressemitteilung, in der zur Versammlung aufgerufen wurde, schreibt die USB: „Die Hafenarbeiter rufen zum Handeln auf. Wir weigern uns, mit der Aufrüstungspolitik zu kollaborieren. Wir wollen nicht, dass die Häfen privatisiert und zu einem Werkzeug des Militärs werden. Wir wollen nicht für den Krieg arbeiten.

Dem Aufruf schließen sich Hafenarbeitende in Spanien, Griechenland und Marokko an

In der Erklärung wurde auch darauf hingewiesen, dass die Kriegswirtschaft die Löhne, Rechte und Gesundheits- und Sicherheitsversorgung der Hafenarbeiter einschränkt

Internationale Aufmerksamkeit im Zeichen der Solidarität

Dieser Streiktag verdient unsere Aufmerksamkeit, denn er zeigt deutlich die wichtige Rolle von Gewerkschaften im Widerstand gegen Militarisierung und Kriegswirtschaft. Außerdem unterstreicht er die entscheidende Rolle der Häfen als strategische Knotenpunkte in der globalen Lieferkette.

Die Gewerkschaften betonen, dass die Arbeitnehmenden sich nicht an Konflikten beteiligen oder diese unterstützen werden, die Gewalt und menschliches Leid hervorbringen. Stattdessen wollen sie der Förderung von Frieden, Gerechtigkeit und der Verteidigung der Arbeitnehmerrechte Vorrang einräumen.

Die Linke Essen solidarisiert sich mit den Hafenarbeiten im Mittelmeer.
Hoch die Internationale Solidarität!


Weiterführende Links zu diesem Thema:

Die Linke Essen
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.