Essen, 28.05.26 – Ab dem 1. Juni finden deutschlandweit verschiedene Demonstrationen und Kundgebungen unter dem Motto „Es reicht!“ statt, darunter auch eine zentrale Demonstration für das Ruhrgebiet in Essen. Nach der Auftaktveranstaltung sind bereits weitere Demonstrationen in anderen Ruhrgebietsstädten geplant. Gemeinsam mit zahlreichen Initiativen, Jugendverbänden, sozialen Organisationen und Kreisverbänden der Partei Die Linke aus dem Ruhrgebiet wird gegen die geplanten Sozialkürzungen der Bundesregierung und für die Einführung einer Milliardärssteuer protestiert.
„Die Bundesregierung greift den Sozialstaat frontal an, und das auf dem Rücken von Beschäftigten, Familien, Rentner:innen, Erwerbslosen und kranken Menschen. Während Vermögen weiter wachsen, sollen diejenigen zahlen, die ohnehin kaum über die Runden kommen. Das lassen wir nicht so stehen“, erklärt Lara Lösch, Kreissprecherin der Bochumer Linken und Mitorganisatorin der Ruhrgebietsdemos.
Angriff auf uns alle
Kritisiert werden unter anderem die geplante Reform des Arbeitszeitgesetzes, die den Acht-Stunden-Tag weiter aushöhlen würde, Verschlechterungen bei der Gesundheitsversorgung sowie massive Verschärfungen bei der neuen Grundsicherung. Die Linke warnt davor, dass die geplanten Maßnahmen zu mehr Unsicherheit im Arbeitsleben, wachsender Kinder- und Altersarmut sowie einer weiteren sozialen Spaltung führen werden. Bereits heute sei jedes sechste Kind in Deutschland armutsgefährdet, während gleichzeitig jede:r fünfte Rentner:in unter Armutsrisiko lebe.
„Die geplanten Kürzungen sind ein Angriff auf uns alle. Statt Sozialabbau braucht es gerechte Besteuerung von Milliardenvermögen, sichere Arbeitsbedingungen und eine starke öffentliche Daseinsvorsorge“, ergänzt Tobias Umbreit, Kreissprecher der Essener Linken und Mitorganisator der Ruhrgebietsdemos.
Die Eröffnungsrede der Demonstration wird Die Linke Bundestagsabgeordnete und sozialpolitische Sprecherin Cansın Köktürk halten. Außerdem sind Redebeiträge von Betriebsratsvorsitzenden der Ruhrbahn sowie von Edeka geplant.
Es reicht! Der Ruhrpott hat die Schnauze voll!
Das Bündnis fordert:
- den Erhalt des Acht-Stunden-Tages,
- soziale Absicherung statt Sanktionen,
- eine gute Gesundheitsversorgung für alle,
- sowie eine Besteuerung von Superreichen statt Kürzungen bei den Ärmsten.
Die Demonstration startet am Montag, den 1. Juni 2026 um 18:00 Uhr am Viehofer Platz in der Essener Innenstadt, gut erreichbar mit dem ÖPNV und zu Fuß vom Essener Hauptbahnhof.
Zu den Unterstützer:innen gehören neben mehreren Ruhrgebiets-Kreisverbänden der Partei Die Linke unter anderem Solidaritätsnetzwerke, Jugendorganisationen, soziale Vereine und Einzelpersonen des öffentlichen Lebens aus Nordrhein-Westfalen.

