5. Dezember 2011 DIE LINKE. Kreisverband-Essen

Castoren durch das Ruhrgebiet

DIE LINKE. Essen zeigt sich bestürzt darüber, dass die 152 Castorbehälter aus dem Kernforschungszentrum Jülich nun doch in mutmaßlich über 70 Transporten nach Ahaus in das dortige Zwischenlager verlegt werden sollen. Eine Lagerung des Atommülls in Ahaus bringt keinerlei zusätzliche Sicherheit, dafür aber Kosteneinsparungen für die Betreiber. DIE LINKE. Essen unterstützt deshalb die Proteste der Anti-Atom-Initiativen und ruft zur Beteiligung an der für den 18. Dezember 2011 in Ahaus geplanten Demonstration auf.

 

Kreissprecherin Birgit Petereit: „Hier wird klar, dass für die Atomwirtschaft Profitinteressen wichtiger sind als die Sicherheitsbelange der Bevölkerung. Diese Transporte durch den Ballungsraum Ruhrgebiet – mutmaßlich auch über Essener Stadtgebiet – zu führen ist schlicht verantwortungslos und widerspricht dem Gebot der Risikominimierung. Doch offenbar ist selbst der grüne Umweltminister Remmel nicht willens oder in der Lage, diese unnötigen Transporte zu unterbinden.“

 

Bereits im November 2010 hatte DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Essen eine Resolution eingebracht, in der ein Moratorium für Atomtransporte in NRW gefordert wurde. Diese Resolution bezog sich explizit auf die nun bevorstehenden Transporte von Jülich nach Ahaus. Zur großen Verwunderung nicht nur der Linken scheiterte das Ansinnen an der Ablehnung der grünen Ratsfraktion.

 

Claudia Jetter, für Umwelt zuständiges Mitglied im Landesvorstand der Linken: „SPD und Grüne haben in ihrem Koalitionsvertrag für NRW festgelegt, dass es keine Atomtransporte von Jülich nach Ahaus geben wird. Eben weil die Verlagerung des Atommülls von einer Halle in eine Andere keine zusätzliche Sicherheit bietet. Wir erwarten von der rot-grünen Landesregierung, dass diesen Worten nun Taten folgen.“

 

 

 

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