
Heuschrecken vor der Haustür
Die Verfehlte Finanzpolitik der Bundesregierung führt dazu, dass insbesondere Kommunen die Mittel ausgehen und sie hoffnungslos verschuldet sind. Um Schulden tilgen zu können, haben Bund, und Länder und Kommunen in den vergangenen Jahren einen hemmungslosen Ausverkauf öffentlichen Eigentums betrieben im Bereich der Ver - und Entsorgung- Wasser , Energie, Müll – trifft es nun mehr und mehr die Wohnungsbaugesellschaften.
Rund 800 000 ehemals kommunale Wohnungen sind inzwischen an Fondsgesellschaften veräußert worden. Vier von zehn Kommunen beabsichtigen mittlerweile, ihre Wohnungen zu verkaufen, zumeist an ausländisches Kapital, so genannte Private Equity Unternehmen. Über Mieterhöhungen, Einsparungen bei Personal und Bewirtschaftung sowie Weiterverkäufe nach Luxussanierungen an zahlungskräftige Mieter zielen die Fonds kurzfristig auf satte Gewinne. Kommen, kahlfressen, weiterziehen – das ist ihre Devise, die ihnen den Titel „Heuschrecken“ eingebracht hat.
Wohnungen sind keine Ware
Für DIE LINKE. gehört zu den Grundvoraussetzungen sozialer Sicherheit und Menschenwürde eine sichere, dem Bedarf entsprechende Wohnung. Sie ist Zentrum des Lebens, steht für Identität und darf deshalb nicht wie gewöhnliche Ware gehandelt werden. Wohnen ist Menschenrecht!
Soziale Wohnungspolitik heißt für uns: vorausschauend und an den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen orientiert. Gerade junge Familien mit Kindern möchten wieder verstärkt in die Innenstädte ziehen. Die Politik muss darauf reagieren und ein familienfreundliches Wohnumfeld schaffen. Dazu zählen ausreichende Angebote Kinderbetreuung, Schulen und verkehrsberuhigte Straßen. DIE LINKE. Will, dass der soziale Wohnungsbau gestärkt wird, genossenschaftliche Initiativen unterstützt, ausreichend alten- und behindertengerechter Wohnraum zur Verfügung gestellt, die Bewohnerinnen und Bewohner durch Quartiersmanagement in die lokalen Entscheidungen einbezogen werden.