Rente ab 67 verhindern!

Die Rente ab 67 gegen die Realität auf dem Arbeitsmarkt

Die Arbeitsmarktlage älterer Menschen ist nach wie vor katastrophal. Nur ein gutes Fünftel der 60- bis 65-jährigen ist noch in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Bei den 64-Jährigen, also kurz vor  Erreichen der jetzigen Regelaltersgrenze, sind es gerade mal noch zehn Prozent, bei Frauen dieser  Altersgruppe sind es sogar nur knapp sieben Prozent. 

Meist wird auf die Arbeitsmarktsituation der 55- bis 65-jährigen geschaut. Bei Menschen, die älter als 60Jahre sind, findet jedoch ein Absturz der Erwerbsquoten statt. In der Gruppe der 60- bis 65- jährigen sind nur noch 21,5 Prozent, also ein gutes Fünftel, sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 

Wer kurz vor der Rente erwerbslos wird, ist nahezu chancenlos, wieder einen job zu erhalten. Nicht einmal ein Fünftel der 60- bis unter 64-jährigen und weniger als zehn Prozent der 64-jährigen schaffen de Übergang aus der Erwerbslosigkeit in Erwerbstätigkeit. Durchschnittlich gehen die Menschen mit ungefähr 63 Jahren in Rente. 

Die Bundesregierung ignoriert diese Zahlen. Sie stützt sich auf leichte Verbesserungen der Arbeitsmarktlage in der Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen und verlässt sich auf das Prinzip Hoffnung. An der Rente erst ab 67 will sie auf Biegen und Brechen fest halten – gegen den Willen der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung.

Die Rente ab 67: eine verdeckte Rentenkürzung