Kinder brauchen mehr: Kindergrundsicherung auf den Weg bringen

Kinderarmut - Die soziale Herausforderung des Jahrzehnts

Hungernde und bettelnde Kinder. Massenhafte Kinderarbeit. Solche Bilder kennen wir nur noch aus den Geschichtsbüchern oder aus den armen Regionen dieser Welt. Ist Kinderarmut in der Bundesrepublik Geschichte? Nein, im Gegenteil: Über 2,5 Millionen  Kinder und Jugendliche leben bundesweit auf dem Armutsniveau von Hartz IV. Für ihre alltäglichen Bedürfnisse stehen monatlich zwischen 207 und 276 Euro zur Verfügung. Von diesem Geld ist noch nicht einmal eine ausreichende und gesunde Ernährung möglich! Nach den Regeln der Europäischen Union gilt sogar jedes fünfte in Deutschland lebende Kind als arm, in manchen ostdeutschen Städten und Dörfern sogar jedes dritte. Kinderarmut hat hier zulande viele Gesichter. Sicher, in der Bundesrepublik verhungert kaum jemand. Aber wer arm ist, hat oft weniger Zugang zu Bildung und ist weniger gesund. Ohne Geld bleiben viele Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche verschlossen. Das Busticket zum Sporttraining oder zur abendlichen Schultheateraufführung will bezahlt sein. Ein eigenes Zimmer in der elterlichen Wohnung kostet Geld, das oft nicht genug da ist. Kinderarmut heißt Mangel in den wichtigsten Bereichen des täglichen Lebens. Entscheidend ist und bleibt das Einkommen, das Familien mit Kindern zur Verfügung steht. Die Kinderarmut ist eine Hypothek auf die Zukunft des Landes.