
Immer mehr Menschen arbeiten zu Niedriglöhnen; das bedeutet zu Stundenlöhnen von weit unter 9,85€. Um ihre Existenz zu sichern, müssen zusätzlich mehr als 1,3 Millionen Menschen ihren Armutslohn mit Hartz – IV Leistungen auf stocken. Während die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gezwungen sind, den vorenthaltenen Lohn mit zehn Milliarden Euro zu finanzieren, drückt die Arbeitgeberseite die Löhne immer weiter.
Die Linke: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
Durch einen gesetzlichen Mindestlohn werden die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen verringert. Gerade im Dienstleistungsbereich, im Gesundheits- und Pflegesystem sind die Anforderungen und der gesellschaftliche Nutzen der Arbeit hoch, die Bezahlung dagegen oft miserabel. 70 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnbereich sind weiblich. Besonders gravierend ist die Situation von Frauen in Minijobs. Mit dem gesetzlichen Mindestlohn lassen sich die schlimmsten Auswirkungen dieser Diskriminierung bekämpfen. Er ist deshalb ein richtiger Schritt in Richtung gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit.